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Auch wenn KI im Journalismus dank Generative AI und Tools wie ChatGPT einen regelrechten Hype erlebt, ist Künstliche Intelligenz keine Unbekannte in der Medienbranche. Von Deep Fake Videos bis zu Roboterjournalismus – Redaktionen müssen sich schon lange mit der Digitalisierung ihres Berufs und auch mit KI auseinandersetzen. Neu ist jedoch die Geschwindigkeit, mit der Innovationen in den Arbeitsalltag Einzug halten. KI ist daher ein viel diskutiertes Thema im Journalismus, das sowohl Vorteile als auch Herausforderungen mit sich bringt.
Wir klären genauer, was KI im Journalismus ist, welche Anwendungsfälle es in der Branche bereits gibt, wie Redaktionen damit umgehen und wohin die Entwicklung des Journalismus mit Künstlicher Intelligenz gehen kann.




Prof. Dr. H. Heuer: Missinformation und Desinformation statt Fake News, Design der Plattformen verändern über die Politik (Politikberatung), Algorithmen (Empfehlungssystem verändern), Moderation der Inhalte (Werkzeuge schaffen, um gegen Missinformation vorzugehen), bessere Werkzeuge, um zu erkennen, wie Des- und Missinformation geteilt wird, interdisziplinäre Zusammenarbeit.
DebunkBot – kann Leute wirklich von Verschwörungstheorien nachhaltig wegführen
Chatbot Ansatz niedrigschwellig und nicht konfrontativ, anders als Gespräche im Familienkreis; Bildungsangebot in Schulen etc.
Dr. V. Benert
Agora – gemeinnütziger Thinktank, gefördert von der Mercatorstiftung „Was passiert, wenn KI zur Nachrichten- und Informationssuche eingesetzt wird?“
KI-Info-Suche ist in allen Altersgruppen angekommen. Generative KI als Nachrichtenquelle, Large Language Models wie ChatGPT als Werkzeuge, Tendenz zur Zero-Klicksuche, es wird nicht weiter auf die angegebenen Links geklickt. Bei den Medienunternehmen kommt kaum Geld dieser neuen Nutzungsmodelle an, weil ihre Seiten nicht zur Überprüfung angeklickt werden.
KI verzerrt Nachrichten: 45 % der Antworten weisen signifikante Probleme auf, 81% weisen sogar generell Fehler auf. KI-Quellen sind teils Monate alt, z.B. bei Chat GPT. Es werden Links zu Quellen angegeben, die teilweise gar nicht existieren. KI Modelle erfinden, stellen Vermutungen als Fakten dar, nutzen veraltete Informationen oder greifen auf Quellen zu, die das explizit verboten haben (z.B. BBC).
Dr. V. Benert: KI und Deep Fakes ahmen reguläre Medien nach. Ein Anfang zur Behebung kann eine Abgabe der KI Anbieter an die Medienhäuser sein. Die Fähigkeit, gute Prompts zu verfassen, muss ausgebaut werden.
Gerecht: Recherche/ Themenfindung, Aufbereitung von Themen, KI-Buddy (basiert auf ChatGPT) als eigene Lösung., Sparringspartner mit Savespace (automatisch „erfinde nichts hinzu“ gesetzt)
Fragen zum User: Wollen wir ihn Informationen, wollen wir in ihn inspirieren? WorkFlow Optimierung. Ressourcen werden knapper, wo können dort KI Instrumente genutzt werden? – Meldungs-Workflow Dienstleister formuliert Veranstaltungstipps automatisiert um.
KI-Zusammenfassung von längeren Artikeln, frag noz als eigene Suchmaschine allein für noz Artikel unter Zuhilfenahme von KI, Vertrauen der Leser/innen soll nicht verspielt werden, Vertrauen im Lokaljournalismus ist die wichtigste Ressource.
Bernau – wir gewinnen unglaublich an Produktivität. Startete in den 90er Jahren. Die Recherche einer einzigen Zahl dauerte damals mehrere Stunden. Die Qualität. Wir veröffentlichen heute und künftig keine Originalbeiträge mit KI generiertem Text, außer, es geht um KI selbst. Rhein-Main-. Assistent als Helfer: Interviews werden transkribiert, das gab es früher nicht und es spart sehr viel Zeit, KI als Unterstützung des Journalisten.
Dinge wie Ruhestandsrechner kommen raus aus der Entwicklungsabteilung und gehen rein in die Fachredaktionen. Der Fachredakteur braucht dem Programmierer nicht mehr alles zu erklären, sondern baut mittels KI selbst einen Code, den er den Programmierern schickt.
Mühsame Kleinarbeit (z.B. Ausarbeitung Preisregel Tankstellen) fällt weg. Niemand kann manuell die Durchschnittspreise der 100 größten Städte bilden, aber die KI kann das. Prüfung von Wikipedia (veraltet es?) ermöglicht die Analyse von 1000 zufällig ausgewählten Wikipedia Artikel – Kombination von KI und menschlicher Arbeit, es führte zur Erkenntnis, dass 20 % der Artikel veraltet sind und ein bestimmter Anteil gar nicht stimmte.
GATEKEEPER- Kampf: Wen steuern die Menschen zuerst an, wenn sie Nachrichten suchen? Peak Social Media – Schrumpfen die Sozialen Medien wieder? Neuer Kampf unterscheidet sich in mehreren Punkten – man geht mit mehr Erfahrung rein und ist bereit zu sagen: wenn das Kosten-Nutzen Verhältnis nicht mehr stimmt, sperrt man seine aus. Die Leistung der KI ist einkaufbar und kann – „domestiziert“ – auf die eigene Seite gestellt werden
GERECHT: Gefahr, wenn alle seriösen Medien per KI die Suchseiten aussperren, dass z.B. bei Google nur noch Nachrichten aus „Schrottquellen“ kommen.
BERNAU: Vom Social Media Vergleich her: Wir brauchten bisher auch nicht die KI, um die Nachrichtenlage im Social Mediabereich für prekär zu halten – das wurde beim ersten Tankrabatt deutlich, die seriösen Experten waren zu spät. These: „Die Leute merken das irgendwie schon, wenn andauernd unzureichende Antworten kommen.“
Das Problem des Skill skipping muss in der Schule gelöst werden. Die so entstehenden Probleme gehen über den Digitalbereich deutlich hinaus.
Regulierung ist schwierig, man kommt sofort zur Überregulierung. DSA hindert Unternehmen an der Tätigkeit, manches schießt über das Ziel hinaus.
BENERT: Kooperation zwischen Chat GPT mit Springer spült viele Ergebnisse von Bild und Welt rein. DAS, DMA u. a. EU-Rechtsakte können Ansätze zur Regulierung sein (und funktionieren wie z.B. der Presserat das tut)
GERECHT: das Ranking kann helfen, Google und andere müssen die Quellen bewerten, dabei könnten die besten nach vorne kommen und auch die seriösen Quellen: Medienbildung muss in den Schulen geschehen, die Elternhäuser können das nicht leisten. Schulfach muss Medienbildung werden (Wunsch von Kim Gerecht)
BERNAU: Wunsch – Ausweitung der Medienbildung auf ältere Generationen, kompetentere Plattformnutzer sind die Jüngeren. Medienbildung muss in die Erwachsenenwelt rein!
BENERT: zwei Dinge: 1. Transparenzpflichten für die KI-Anbieter (Einstufung als große Suchmaschinen durch die EU zwänge sie unter den DSA-Schirm) 2. Skepsis beim Zusammenspiel zwischen KI-Anbietern und Journalismus
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