Europa in der Region - mal nachgefragt!

Darstellung von Roboterhand, die ein Herz hält als Symbolik für Nutzung von KI in der Medizin
KI im Gesundheitswesen - kann KI mir den Arzt ersetzen?
vom 03.03.2026

Künstliche Intelligenz (KI) wird im Gesundheitswesen eingesetzt, um die Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern, die Effizienz zu steigern und die Kosten zu senken. KI kann beispielsweise bei der Diagnose, der Behandlung und der Pflege von Patienten helfen, indem sie medizinische Bilder analysiert, Vitalfunktionen überwacht und sogar Roboter für chirurgische Eingriffe steuert.
Die neuen Techniken haben in vielen Bereichen der Medizin ein großes Potenzial, werfen aber auch ethische, rechtliche und praktische Fragen auf, denen wir nachgehen wollen.

Unsere Impulsgeber dieser Veranstaltung

Prof. Dr. David Matusiewicz
@FOM
Prof. Dr. David Matusiewicz
Professor für Medizinmanagement, Wissenschaftlicher Direktor, Institut für Gesundheit & Soziales, FOM Hochschule, Essen
Dr. Daniel Kalthoff
@tim
Dr. Daniel Kalthoff
Leitung TIM, Leitung Gesundheitscampus Osnabrück
Finn S. Fassbender
@fassbender
Finn S. Fassbender
Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V.

Aspekte aus der Diskussion

Prof. Dr. David. Matusiewicz: Empathie als letze Bastion der Menschen - das kann KI nicht lernen. ABER: KI ahmt schon sehr gut nach. Mal schneidet der Mensch besser ab, mal aber auch die KI. Die Kinowelt hat in Science Fiction Filmen die emphatischen Roboter schon vor Jahren thematisiert. KI wird zu künstlicher Empathie. Emotion steuert uns noch mehr als die Ratio. Kontinuum zwischen KI geht wieder weg bis zu KI übernimmt alles.

Prof. Dr. David. Matusiewicz Gesundheit ins Grundgesetz? Dort steht bislang nur „Körperliche Unversehrtheit“. Gesundheitswesen wird deutlich schneller wegen der exponentiellen Entwicklung. AI wird die Wertschöpfungskette der Medizin radikal verändern. In Deutschland muss man dies als Weg zur Lösung sehen, nicht nur als Problem. Gerade in der Pflege kommt dies zum Einsatz. Man muss die Menschen befähigen, es geht nicht darum, sie zu ersetzen. Arzt-Patient Kontakt wird zur Quality Time, er muss nicht mehr dokumentieren oder am Fließband Rezepte ausstellen. Es entsteht ein Dreiecksgespräch Arzt-Patient-Maschine.

Future Skills: Exponentielles Denken, positiv besetzen, dem Kulturwandel begegnen. Von der Angst (Ich werde ersetzt) zur Bejahung (Ich habe mehr Zeit für meine Patienten).

Bei allem Enthusiasmus dürfen einige Bedenken nicht vergessen werden.

Europäisch denken, es muss nicht jedes Kreiskrankenhaus alles selbst machen.

Was meinen die jungen Ärzte zum Thema?

Finn Fassbender (bvmd):  kein ganz großer Rundumschlag, aber für die Studierenden, Fassbender : Machine Learning als Steckenpferd

Wir sind noch nicht so weit, dass der Arzt nur noch im Chat oder per Handy mit Patienten kommuniziert. Daher: SOLL die KI den Arzt ersetzen? Da Medizin nicht nur Krankheitsbehandlung ist, eher nicht. Die KI-Firmen wenden sich aber nicht nur an Ärzte, sondern auch an Patienten (OpenAI mit Chat GPT-Health auf dem US Markt). Klinische Medizin umfasst auch Beziehungsarbeit, Interpretation des Einzelfalls, Ethische Abwägung.

Kompetenzen vor Faktenwissen (Denn KI kann viel mehr Texte auswerten, als ich selbst Bücher lesen kann, aber kann KI auch angemessen auf Patienten eingehen?)

Dr. Daniel Kalthoff: Empathie als letzte Domäne der Menschheit, die fällt? Brauchen wir etwas, das uns als Menschen gegenüber Tieren oder Maschinen erhöht? KI wird unser Gesundheitswesen und Pflege in den kommenden 20 Jahren prägen, davon steht im Katalog für die Ausbildung neuer Ärztinnen und Ärzte jedoch wenig.

Angesichts des demographischen Wandels muss sich der Umgang mit der Ausbildung für gesundheitliche Versorgung ändern. Wir müssen nicht mehr programmieren. Die Mensch-Maschine Interaktion verändert sich. Die KI erledigt den Papierkram (Medizinpersonal muss nicht mehr unbedingt tippen)

Bsp. Voize – mit Smartphones/Diktiergeräten, die aufzeichnen, was der Arzt/Pfleger diagnostiziert. Die Zeit, die für Dokumentation benötigt wird, könnte sinken.

Wir brauchen die Daten eines Falles, dann ist KI in der klinischen Entscheidungsfindung vorne. Trotzdem kommt in der Praxis davon fast nichts an., z.B. Pflegerobotik. Woran liegt das: Antwort: „Die Technik ist nicht mehr der limitierende Faktor“. Komplexitäten der Systeme, aber auch der Menschen selbst. Wir müssen soziotechnische Innovationen besser erforschen und machbar machen .

Vorschlag: Medivise Boxen mit Telemedizin als Lösung für den ländlichen Raum.
Nicht zu wenig Ärzte, aber falsch verteilt

Verabschiedung von der Vorstellung, alles mit einer Lösung zu beheben. Wie kann Versorgung organisiert werden? Es gibt kein Entweder/Oder, sondern eher ein Sowohl/Als auch.
Hybride Versorgungsmodelle spielen eine große Rolle. Regulatorische Hürden müssen schnell abgebaut werden

Allein mehr Studienplätze lösen nicht das Problem, es geht um Effizienzsteigerungen

Auch bundes- oder landesweite Probleme kommen hinzu (z.B. eine Approbationsordnung, die im Kern über 50 Jahre alt ist)
Wo finden praktizierende Ärzte den Zugriff auf moderne Technologie? Nicht unbedingt ein angebotsseitiger Mangel, wie kann man das neu gelernte auch sinnvoll anwenden? Das ist die Frage.

Zugang zu den Technologien gestaltet sich unterschiedlich, in der Praxis oder in Krankenhäusern. Was wird im Gesundheitssystem vergütet? Es wird Volumen vergütet, leider nicht immer Qualität. Ein Krankenhausmanagement hat mehr Motivation, ein besseres Abrechnungssystem zu kaufen, als in Diagnostik zu investieren.

Wer bringt mir als Arzt/Ärztin bei, die Technologien zu nutzen? Weiterbildung genießt auch im Gesundheitswesen eine untergeordnete Bedeutung.

Europäisch können wir mehr tun, als wir bisher tun. der AI Act geht in die richtige Richtung. Als Europäer kommen wir von der Angstseite. Harmonisierung der europäischen Gesundheitssysteme geht nicht, aber Best Practise im Gesundheitsbereich sollte ausgetauscht werden. European Health Data Space könnte helfen, aber es kommt zu wenig in der Praxis an. Die EPA ist ein schlechtes Beispiel.

Man muss sich vor Augen führen, dass Datenschutz zwar eine Hürde, aber auch ein Gewinn ist. Die wichtigste Frage bleibt: der Austausch der Ärzte und Krankenhäuser auf europäischer Ebene. EU und Europa können durch Vorgaben die Dinge in die richtige Richtung lenken.

Fazit: es gibt nicht die einzige Stellschraube, aber wir müssen als Menschen entscheiden, wie die KI eingesetzt wird.

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